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Sachstand

 

Ende April 2016 wurde die Übergangseinrichtung für Flüchtlinge in der Gabriel-Seidl-Straße in Betrieb genommen. Sie bietet Platz für 70 Personen. Unter den Bewohner/innen sind viele Kleinfamilien und Alleinstehende. Aufgrund des mangelnden Angebots auf dem freien Wohnungsmarkt gibt es keine hohe Fluktuation.

Nachdem die Wasserschäden, die nach dem Bezug sichtbar geworden sind, beseitigt wurden, steht auch der Gemeinschaftsraum für Aktivitäten zur Verfügung:
2-mal wöchentlich findet im Hause ein Frauenprojekt statt,
3-mal pro Woche wird eine Hausaufgabenhilfe angeboten, es gibt eine Mutter-Kind-Gruppe für Mütter mit Kindern unter 3 Jahren und ein Alphabetisierungskurs ist gestartet. Benötigt werden noch Ehrenamtliche, die die Kinder zu Freizeitangeboten begleiten.

Jeden Freitag findet ab 15:00 Uhr ein „Sprachcafé“ mit ehrenamtlichen Helfer/innen statt. Die Idee ist, dass durch zwangslose Treffen und bei gemeinsamen Gesellschaftsspielen (Schach, Backgammon usw. Kontakte geknüpft werden und sich auf Deutsch verständigt wird. Für die Gruppe wird noch Verstärkung benötigt.
Bei Interesse wenden Sie sich unter den unten stehenden Kontaktdaten an die Einrichtungsleitung Frau Böhme.

Im Allgemeinen fehlt es an Ehrenamtlichen für die alltägliche Begleitung von Personen, die in Wohnungen gezogen sind. Unterstützung wird beispielsweise benötigt bei der Überwindung von Sprachbarrieren, z. B. Hilfe bei Angelegenheiten mit Vermieter/innen, mit Behörden, im Umgang mit der Post oder aber bei der Suche nach Möbeln und vor allem nach Transportmitteln hierfür.

 

Informations- und Tausch-Plattformen

 
 
 

Beiratsbeschluss

 

Der Beirat Schwachhausen hat am 19.12.2013 folgenden gemeinsamen Antrag zur Einrichtung eines Übergangswohnheimes für Asylsuchende und Flüchtlinge verabschiedet:

"Übergangswohnheim für Flüchtlinge in der Gabriel-Seidl-Straße 10

Der Beirat Schwachhausen stimmt der Einrichtung eines Übergangswohnheims für Asylsuchende und Flüchtlinge in dem ehemaligen Seniorenheim in der Gabriel-Seidl-Straße 10 zu.

Unter Berücksichtigung der örtlichen und baulichen Gegebenheiten hält der Beirat eine Belegung mit bis zu 70 Personen für verträglich und angemessen.

Bei der Auswahl von Bewohnern und Bewohnerinnen müssen deren soziokulturelle Unterschiede berücksichtigt werden; das Haus ist von Familien und Alleinstehenden gemeinsam zu nutzen – auch um möglichen Konflikten vorzubeugen.

Das Ortsamt und der Beirat werden in zeitlichen Abständen einen „Runden Tisch“ aller Vereine, Institutionen und Anwohner durchführen, die in unserem Stadtteil zu einer fairen temporären Integrationsarbeit unbürokratisch und schnell beitragen können und wollen. Der Beirat erwartet, dass das Sozialressort diese Arbeit fachlich und materiell unterstützt, soweit nötig.

Der Beirat und das Ortsamt werden den Betrieb und das Miteinander der Bewohner/-innen und der Anwohner/-innen des Übergangswohnheimes eng begleiten und stehen als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich zur Verfügung. Nach einem Jahr wird eine Evaluierung des Betriebes erfolgen.

Der Zustrom von Asylsuchenden nach Bremen hält weiterhin an. Das Land Bremen ist verpflichtet, 0,93 % aller Asylsuchenden in Deutschland aufzunehmen. Schwachhausen beteiligt sich hilfsbereit an der Aufnahme dieser Menschen.

Die Erfahrungen mit der Notunterkunft in der Thomas-Mann-Straße und die große Welle der Hilfsbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern, von Kirchengemeinden und Institutionen haben gezeigt, dass unser Stadtteil gut in der Lage ist, sich um die Menschen zu kümmern, die ihre Heimat aus Angst vor Krieg oder Verfolgung verlassen mussten. Schwachhausen heißt diese Menschen willkommen.

Die zuständigen Stellen tragen dafür Sorge, dass

  1. die Einrichtung personell angemessen ausgestattet ist (SozialpädagogInnen, SozialassistentInnen, Beauftragte für die Wohnungsvermittlung etc.)
  2. es rund um die Uhr eine/n Ansprechpartner/in für Bewohner/-innen und Anwohner/-innen gibt
  3. eine angemessene Kinderbetreuung gewährleistet ist, was bedeuten kann, dass die Kinderbetreuungsplätze in Schwachhausen sehr zügig ausgeweitet werden müssen, ohne die Gruppenfrequenzen zu erhöhen
  4. eine angemessene schulische Betreuung gewährleistet ist, was bedeuten kann, dass zumindest im Grundschulbereich unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden müssen, ohne die Klassenfrequenzen zu erhöhen
  5. die Bewohner/-innen unverzüglich die Möglichkeit zur Teilnahme an professionell geleiteten Deutschkursen erhalten
  6. eine angemessene physische und psychische Gesundheitsversorgung gewährleistet ist

Der Beirat begrüßt die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Hansestadt Bremen e.V."