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BEIRATSBESCHLÜSSE 2014

 

  Einstimmiger Beschluss vom 18.11.14:

  • Geförderte Beschäftigung mit Sozialraumbezug absichern

Der Beirat Vahr hält die sozialräumlich orientierte geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose für einen unverzichtbaren Bestandteil der Quartiersentwicklung. Sowohl arbeitslose Bewohner/innen als auch die Besucher/innen und Nutzer/innen von sozialen Angeboten profitieren von den bisher durchgeführten Maßnahmen. Sie können bei den geplanten Einschränkungen und Kürzungen in der gewohnten Form nicht aufrechterhalten werden.

Folgende Problembereiche bestehen zurzeit:

Im Familien- und Quartierszentrum Neue Vahr Nord ist der Café-Betrieb (Träger: Förderwerk) gefährdet, weil die Zahl der Injobber reduziert werden soll und das Instrument Bürgerarbeiter/innen zum Ende des Jahres 2014 endet.
Bei den „Vahrer Maulwürfen“ (Träger: JuS gGmbH), die sich im Bereich Wohnumfeld-Verbesserung engagieren, soll die Zahl der Injobber halbiert werden.
Die für die Stabilisierung der Nachbarschaften sehr wichtigen Concierge in den Hochhäusern der GEWOBA sind zurzeit nicht finanziell abgesichert.
Das regionale Netzwerk der bras e. V. soll zwar bis 31.07.15 verlängert werden. Wie es danach mit den Stellen der sogenannten „Ehrenamtler“ in den Einsatzstellen wie z. B. dem Bürgerzentrum Vahr, dem Mütterzentrum Vahr und dem Nachbarschaftstreff Bispi weitergehen soll ist völlig unklar.
Ebenso unklar ist, was nach dem Auslaufen des Bundesprogramms „Bürgerarbeiter/innen“ in den Einrichtungen FQZ, dem Treffpunkt Waschhaus und dem Nachbarschaftstreff Bispi passiert.

Der Beirat Vahr fordert deshalb den Erhalt einer sozialräumlich orientierten geförderten Beschäftigung zur Unterstützung und Aufrechterhaltung aller oben genannten Angebote.

Perspektivisch fordert der Beirat längerfristige sozialraumorientierte Instrumente
in der geförderten Beschäftigung für Langzeitarbeitslose oder einen zweiten oder dritten Arbeitsmarkt, in dem Bewohner/innen, die in den Einrichtungen arbeiten, sinnvolle Arbeit zur Stabilisierung und Entwicklung der Vahr leisten können.

 
 

  Einstimmige Beschlüsse vom 21.10.14:

  • Für mehr Chancengerechtigkeit:
    Mehr Kinder aus der Vahr in Kinderbetreuungseinrichtungen (U3 und Elementarbereich)

Der Beirat Vahr will dazu beitragen, dass noch mehr Kinder als bisher aus dem Stadtteil Vahr in Krippen sowie im Elementarbereich der Kitas angemeldet werden, weil hier die frühkindliche Bildung in hervorragender Weise gefördert wird. Um nachhaltig bessere Startchancen für Kinder im Stadtteil Vahr zu erreichen, ist insbesondere der Besuch einer Krippe von zentraler Bedeutung für die soziale, geistige und sprachliche Entwicklung.
Als niederschwelliges Angebot und Einstieg in die außerfamiliäre Kinderbetreuung für Eltern und Alleinerziehende dienen auch Eltern/Kind-Gruppen und Spielkreise.

Es gibt immer wieder Hinweise darauf, dass Eltern bzw. Alleinerziehende mit eingeschränkten Deutschkenntnissen das Anmeldeverfahren für Betreuungsplätze nicht ausreichend verstehen und deshalb keine Anmeldung abgeben oder auch eine bereits erfolgte Anmeldung zurückziehen; mehr als bisher müssen leicht verständliche Informationen, auch im Rahmen des Anmeldeverfahrens selbst, in wichtigen Herkunftssprachen zur Verfügung stehen.

Die große Bedeutung der frühkindlichen Bildung in der Krippe kann insbesondere durch persönliche Gespräche mit den betroffenen Eltern bzw. Alleinerziehenden vermittelt werden. Die Familienhebammen leisten dazu einen sehr wichtigen Beitrag.

Die am 11.9.14 von der Deputation für Soziales, Kinder und Jugend beschlossene Vorlage „Überwindung von Hürden beim Zugang zu Kindertageseinrichtungen und Angeboten der frühkindlichen Bildung“ bietet eine gute Grundlage. Der Beirat Vahr erwartet, dass mit der Umsetzung – wie in der Vorlage angekündigt – im 4. Quartal 2014 begonnen wird.

Um das Ziel zu erreichen, dass mehr Eltern und Alleinerziehende ihre Kinder in einer Krippe bzw. in einer Kita anmelden, fordert der Beirat Vahr von der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen sowie dem Senat:

  • Es muss eine ausreichende Zahl von Plätzen im U3- sowie Ü3-Bereich im Stadtteil Vahr zur Verfügung stehen

  • Eine Veränderung des Anmeldeverfahrens mit dem Ziel, die Hürden zu beseitigen, die für Menschen mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen bestehen. Der Beirat begrüßt, dass Flyer übersetzt und in leicht verständlicher Sprache erstellt werden sollen. Für die Vahr sollte eine Übersetzung des Flyers in wichtige Herkunftssprachen wie zumindest Russisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch, Englisch und Französisch erfolgen. Bestandteil des Flyers müssen, neben dem Inhalt des Elternbriefs/Versendung Kita-Pass, auch die wesentlichen Argumente für eine frühkindliche Bildung in der Krippe sein. Dieser Flyer muss schnellst-möglich erstellt werden, damit er von den Familienhebammen und ggfs. den Sozialarbeiter/innen noch im Jahre 2014 sowohl in allen Einrichtungen zur Kinderbetreuung als auch in den persönlichen Gesprächen mit Eltern bzw. Alleinerziehenden verteilt werden kann.

Es ist zu prüfen, ob in Ortsteilen mit besonderem Förderbedarf wie in der Neuen Vahr durch eine aufsuchende Arbeit von Sozialarbeiter/innen die Arbeit der Familienhebammen unterstützt werden sollte.

  • Sprachförderung

Der Beirat Vahr begrüßt, dass die Ganztagsgrundschule Paul-Singer-Straße mit ihrer gewachsenen Kooperation zu den benachbarten Kitas als einer der fünf Standorte eines beabsichtigten Modellversuchs der Bildungssenatorin vorgesehen ist. Mit dem Modellversuch soll die Sprachbildung gefördert und auch der Übergang von der Kita in die Grundschule besser verzahnt werden. Der Beirat Vahr weist allerdings darauf hin, dass für die Durchführung und den Erfolg des Vorhabens die Ausstattung der Grundschule und beteiligten Kitas mit ausreichend Ressourcen erforderlich ist.

Der Beirat Vahr bekräftigt seinen Beschluss vom 19.11.13 und fordert, dass im Stadtteil Vahr an den großen Kinder- und Familienzentren eine höhere Zuweisung von Stunden für die Sprachberater/innen aus dem Bundesprogramm erfolgt, die zurzeit 19,5 Stunden sind nicht ausreichend.

Weiterhin fordert der Beirat Vahr, dass alle Kinder- und Familienzentren im Stadtteil Vahr, in denen keine Sprachberater/innen aus dem Bundesprogramm arbeiten, zusätzliche Stunden zur Sprachförderung entsprechend ihres Bedarfs erhalten.
Das ist auch deshalb erforderlich, weil immer mehr Kinder aus Flüchtlingsfamilien die Einrichtungen zur Kinderbetreuung nutzen.
 
 

  Einstimmiger Beschluss vom 16.09.2014:

  • Ersatzlose Entfernung der Biotonnen in der Neuen Vahr

Der Beirat Vahr spricht sich für die ersatzlose Entfernung der für die Mieter/innen der GEWOBA testweise aufgestellten Biotonnen aus.

Der Beirat Vahr fordert den Umweltsenator auf – wie dieser bereits im Rahmen des sich in der Überarbeitung befindlichen Abfallwirtschaftskonzepts angekündigt hat – spätestens bis Ende Dezember 2014 ein umsetzbares Konzept zur Entsorgung des Bioabfalls in Großwohnanlagen zu entwickeln. In diesen Prozess ist der Beirat Vahr eng einzubinden und vor der Beschlussfassung in der Stadtbürgerschaft zu den Vorschlägen des Umweltsenators zu hören.

Vor einer möglichen Einführung eines neuen Verfahrens zur Entsorgung von Bioabfall in Großwohnanlagen auf der Grundlage des neu entwickelten Konzepts wäre die Durchführung eines Pilotprojekts in einer der Nachbarschaften in der Neuen Vahr ausgesprochen sinnvoll.
 
 

  Einstimmiger Beschluss vom 15.07.2014:

  • Herstellung einer Hundespielfläche

Der Beirat Vahr beschließt, dass ein Teil des Carl-Goerdeler-Parks als Hundespielfläche hergestellt und genutzt werden soll. Dieser soll Pilotstandort werden.
 
Siehe auch unter: http://www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/media.php/13/BdV_S_Hundeauslauffl%E4chen_Endf.13915.pdf
 
 

  Einstimmige Beschlüsse vom 25.03.2014:

  • Benennung der Grünanlage Carl-Goerdeler-Park

Der Beirat Vahr beschließt, die Grünanlage zwischen Kurt-Schumacher-Allee, Mittelkampsfleet und Carl-Goerdeler-Straße als Carl-Goerdeler-Park zu benennen.

  • Verlängerung der Nutzung der Schule und des Geländes Bardowickstraße für Flüchtlinge

Der Beirat Vahr stimmt der Verlängerung der Nutzung der Schule und des Geländes Bardowickstraße als Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge um ein Jahr bis Schuljahresbeginn 2015/ 2016 zu.
 
 

  Einstimmiger Beschluss vom 18.02.2014:

  • Bebauungsplan 2423 für ein Gebiet in Bremen-Neue Vahr zwischen Otto-Braun-Straße, August-Bebel-Allee, Mittelkampsfleet und Carl-Severing-Straße

Der Beirat fordert, den Widerspruch zwischen dem Deputationsbeschluss vom 06.02.2014 und dem zur Stellungnahme und öffentlichen Auslegung dem Ortsamt zugesandten Entwurf des Bebauungsplanes 2423 (Stand 14.11.2013) zu bereinigen. Insbesondere sind das dreigeschossige Wohngebäude im nördlich Teil und das östliche Wohngebäude im südlichen Bereich des zeichnerischen Planes durch zweigeschossige Reihenhäuser zu ersetzen und entsprechend zu kennzeichnen.
 
 

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